Polina Nikiforova wurde in St. Petersburg geboren und lebt seit 1994 in der Schweiz, seit 2017 in Winterthur. Mit fünf Jahren erhielt sie ihren ersten Geigenunterricht bei Boris Finkelstein in St. Petersburg. Polina Nikiforova studierte bei Prof. Igor Ozim, Prof. Stefan Picard, Prof. Kolja Blacher und Prof. Stefan Hempel in Salzburg, Berlin und Rostock. Ausserdem nahm sie Jahreskurse bei Prof. Pavel Vernikov an der Scuola di Musica di Fiesole und an der Accademia S. Cecilia in Bergamo. 2013 schloss sie ihren Master of Music sehr gut ab.

Als Elfjährige wurde Polina Nikiforova anlässlich des Jecklin-Treffens zum Auftritt in der Tonhalle Zürich eingeladen. 1999 gewann sie den Ersten Preis mit Auszeichnung beim Schweizerischen Jugendmusikwettbewerb und spielte bei der Eröffnung der Zürcher Festspiele. Sie spielte unter anderem mit dem Zürcher Kammerorchester, der Camerata St. Petersburg (Hermitage Symphony Orchestra), dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim, dem Orchestra della Svizzera Italiana in einer Fernseh-Live-Übertragung aus Lugano beim schweizerischen Finale des Grand-Prix- Eurovision-Wettbewerbs, sowie der Polnischen Kammerphilharmonie Sopot im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Ausserdem war sie Gast bei den Schweizer Musikfestwochen, der Mendelssohn Musikwoche Wengen, spielte beim Sion Festival und nahm an der Lucerne Festival Academy für Neue Musik des Lucerne Festivals teil.

Für das Schweizer Radio DRS 2 nahm sie ein Programm mit Werken für Violine und Klavier auf. Polina Nikiforova erhielt den Förderpreis der ORPHEUS- Konzerte und den Förderpreis der Kulturstiftung Pro Europa Karlsruhe. Sie ist Preisträgerin des 3. Alexander Glasunow Wettbewerbs in Paris und des 6. Concurso de Instrumentos de los Arcos "Julio Cardona" in Covilha, Portugal.

Polina Nikiforova war Stipendiatin der Dr. Robert und Lina Thyll-Duerr Stiftung, der Fritz-Gerber- Stiftung, der Stiftung Villa Musica Rheinland-Pfalz, der Carl Flesch Akademie Baden-Baden, der Jubiläumsstiftung der Basellandschaftlichen Kantonalbank, der Stiftung Ruth und Ernst Burkhalter und wird von der Pirolo Stiftung Basel unterstützt. Mit Unterstützung der Jubiläumsstiftung der Basellandschaftlichen Kantonalbank machte sie Videoaufnahmen auf der Musikinsel Rheinau.

Polina Nikiforova spielt Kammermusik in verschiedenen Formationen wie Duo Violine-Cello, Duo Violine-Kontrabass, Duo Violine-Klavier, Duo Violine-Gesang, Klaviertrio, Streichtrio, Streichquartett, Streichquintett, Klavierquartett, Oktett usw. Ihre Kammermusikpartner waren u.a. Esther Haffner, Wen-Sinn Yang, Thomas Selditz, Riccardo Bovino oder Gérard Wyss. Mit dem Duo „Mi Cantino“ zusammen mit dem Gitarristen Fulvio D’Agostino gibt sie Konzerte in verschiedenen Städten der Schweiz. Im April dieses Jahres trat sie in einer Uraufführung der Musik des Komponisten Beat Schönegg zu Otto Höschles poetischen Betrachtungen „Ranft“ im Bruder Klaus Museum als Violinistin und Sängerin auf.

Polina Nikiforova hat Erfahrung als Konzertmeisterin und Stimmführerin wie bei den Zürcher Symphonikern oder dem Thurgauer Kammerorchester und war Substitut beim Konzerthausorchester Berlin.Zurzeit ist Polina Nikiforova Zuzügerin im Orchestre Symphonique de Mulhouse und ist Mitglied des Ensemble La Partita Zürich.

Polina Nikiforova hat Erfahrung in der Interpretation verschiedener Musikstile wie Gipsy, Folklore, Tango, Improvisation oder Pop sowie in der Alten und Neuen Musik.Sie trat in Frankreich, Russland, Polen, Deutschland, Österreich, Italien, Palästina und der Schweiz auf.